EVELINE NOTH

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WER WAR MOSHE FELDENKRAIS?

Das Leben von Moshe Feldenkrais (1904-1984) war alles andere als normal. Aus der Ukraine stammend, machte er sich zu Fuss als 14jähriger auf den Weg nach Palästina und kam dort mit 250 anderen Jugendlichen an.

Zuerst Handlanger und Baugehilfe, beendete er dort die Schulen, wurde Bauingenieur, übersiedelte nach Paris, wo er Physik studierte und an der Sorbonne im Team um das Ehepaar Joliot-Curie arbeitete. Er war einer der ersten in Europa mit dem Schwarzen Gürtel in Judo und gründete in Paris das erste Dojo in Europa, wo er Judo unterrichtete. Während dem 2. Weltkrieg flüchtete er nach England und arbeitete als Wissenschaftler.

Ein Knieunfall mit schlechter Prognose der Ärzte brachte ihn zu dem, was später die Feldenkrais Methode wurde. Er behandelte und heilte sich selber, um einer Operation zu entgehen. Er untersuchte sein Bewegungsverhalten und lernte sein Knie so zu gebrauchen, dass er sich wieder schmerzfrei und aufrecht bewegen konnte. Da der Selbstversuch erfolgreich war, suchten ab da Freunde seine Hilfe. Er entwickelte Gruppenlektionen, gab Vorträge, schrieb Bücher und forschte über 40 Jahre an seiner Methode, die geprägt ist von seinen Kenntnissen über Statik, wissenschaftlichem Denken, Körper- und Bewegungswissen und von der Liebe und Achtung jedem Menschen gegenüber. Er unterrichtete verletzte, erkrankte und behinderte Erwachsene und Kinder. Er befasste sich mit allem, was es zu seiner Zeit über Neurowissenschaften, Biomechanik, Entwicklungs-psychologie, Pädagogik, Anatomie, Verhaltensforschung, NeurologiePsychologie, Philosophie, Religion und Medizin zu lesen gab. Er kam auf Überzeugungen, die heute hoch aktuell sind, und dank neuen Technologien wissenschaftlich erwiesen werden konnten.

Feldenkrais war einer der ersten, der das Wissen um Neuroplastizität, die Kraft der Imagination und die Verbindung von Bewegung, Empfin-dung, Sinneswahrnehmung und Denken in einer Methode angewendet hat. Auf all diesen Grundsätzen entstand das Wesen der Einzelbehandlungen und der Reichtum an Bewegungslektionen für Gruppen. Über 600 Lektionen hat er hinterlassen, dem menschlichen Sein auf der Spur, damit jeder Mensch in seiner Lebenslage sein Potential voll ausschöpfen kann. 

Ab 1949 lebte er wieder in Israel und widmete sich ausschliesslich der Praxis, Lehre und Verfeinerung seiner Methode. Er entwickelte seine Einzelstunden (Funktionale Integration) und gab Gruppenunterricht in Tel Aviv. Er reiste durch Amerika und Europa, gab Workshops und hielt Vorträge, leitete drei Ausbildungsgänge und gab so sein Wissen weiter. 1984 starb er in Tel Aviv.

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